Die Hochzeit des Figaro … oder Freud und Leid einer jungen Liebe!

Figaro, der Diener des Grafen Almaviva freut sich auf seine Hochzeit mit Susanna, der Kammerzofe der Gräfin. Alles ist perfekt – das junge Glück könnte eigentlich nicht schöner sein!

Prioritäten wollen klug gewählt sein…

Figaro und Susanna - der heitere Mozart - Zauberflöten Quartett

Aber wäre er doch nur nicht gar so unbedarft, der gute Figaro… Oder ist er vielleicht grade deshalb so besonders liebenswert?

Seine Susanna wird schon wissen, was sie an ihm hat…
Dummerweise interessiert ihn die Größe des Bettes im gemeinsamen Zimmer des jungen Paares wesentlich mehr, als der neue Hochzeitshut seiner Braut… ein schwerer Fehler… doch welcher Mann hat schon Geschmack in Sachen Mode – also halb so schlimm?

Jeder will jeden aber dürfen darf keiner…Städtereise München Salzburg-418

Ganz vertieft beschäftigt mit Meterstab und rechnen, bemerkt der gute Figaro eines fatalerweise nicht… sein Herr, der Graf Almaviva, ist ebenfalls hinter Susanna her…
jetzt sollten eigentlich die Alarmglocken klingeln, aber die müssen leider hinter der Berechnung der Position des Bettes zurückstehen…
Berechnend ist nicht nur Figaro – wenn auch in eindeutig falscher Mission – auch sein Herr rechnet sich gewisse Chancen aus und taktiert geschickt… Liegt hier etwa der Grund für das neue Zimmer, das sich genau zwischen den Gemächern des Grafen und denen der Gräfin befindet? Wie delikat…
Figaro sieht es als zweckdienlich an und ist ganz zufrieden, immerhin kann er so ganz schnell zur Stelle sein, wenn seine Herrschaft ihn ruft – Susanna aber durchschaut schon längst die Situation und bleibt skeptisch…ihrem liebenswerten „Trottel“ Figaro wird schon noch ein Licht aufgehen – auch ein blindes Huhn findet mal ein Körnchen, so sagt man doch…

Cherubino – alles bringt er durcheinander

Der Page Cherubino entdeckt gerade das weibliche Geschlecht und sorgt durch ein Versteckspiel noch für zusätzlichen Wirbel. Damit ist das Chaos endgültig komplett…
Standesunterschiede machen es allen Beteiligten zusätzlich nicht leicht und sorgen für noch mehr Verwicklungen als allen lieb sein kann…

Warte nur Gräflein, dir werde ich es zeigen!

Unterdessen ist bei Figaro nun doch der Groschen gefallen und er ist sich sicher, dass sein Herr hinter seiner Braut her ist.

Das weckt die Kämpfernatur in ihm: „Warte nur Gräflein, nicht mit meiner Susanna!“ sagt er entschlossen und Briefe – denn Whatsapp war noch nicht erfunden – sind seine Methode den Grafen loszuwerden. Schließlich heißt die Oper „Die Hochzeit des Figaro” und nicht „Die Hochzeit des Grafen” – eine Themaverfehlung wäre ja auch zu schade.
Jetzt ist ihm nur noch Cherubino im Weg – auch der muss gehen. Und wie praktisch, dass auch der Graf ihn wegschicken will.

Schadenfreude ist die schönste Freude – ab zum Militär!

Ein weiteres Dokument wird dem armen Cherubino fast noch zum Verhängnis… Seine Ernennungsurkunde zFigaro -Cherubino - heiterer Mozartum Offizier befindet sich noch in Figaros Besitz – auch hier hilft nur eine schnelle Notlüge aus der Klemme! Eifersüchtig auf Cherubino gibt Figaro ihm schadenfroh gute Ratschläge mit auf den Weg zum Militär um auch ihn schnellstmöglich loszuwerden… Cherubino ist zwar nur wenig begeistert und fügt sich eher zähneknirschend…

Freud und Leid einer jungen Liebe…

Verwicklungen und Verwirrungen, Kleidertausch und Heimlichkeiten… was könnte es schöneres geben, für eine abendfüllende Geschichte voller Liebe und Eifersucht, die sich schlussendlich zum Guten wendet… – das ist ganz großes Kino…

Eine Kostprobe gefällig?

Probieren Sie es doch einmal mit unserem Opernschnappschuss!

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